>Ein guter Tag fängt morgens an<

Sonntag, 18. Dezember 2011

Safari njema ;)

Wahrscheinlich fragt ihr euch gerade, was bedeutet wohl Safari njema??? Das ist Swahili und bedeutet so viel wie gute Reise. Ich habe diese Überschrieft gewählt, weil ich euch von Lauras und meinem Trip erzählen möchte.
Die letzten Wochen waren mehr oder auch weniger geprägt mit Vorbereitungen für unseren vier wöchigen Trip mitten durch Tansania. Erst mal haben wir beide uns die Frage gestellt, wo soll es eigentlich hingehen und gleich waren Laura und ich uns einig, das Sansibar Anlaufpunkt Nummer eins sein wird. Ebenfalls entschieden wir uns fuer die Ziele Morogoro, Tanga, Dar es Salaam und Bagamoyo. Die Reihenfolge der Ziele hat sich dann im Laufe der Zeit noch mal ein wenig geändert, sodass wir als erstes nach Morogoro, dann nach Tanga, Dar es Salaam, Sansibar und zum Schluss dann nach Bagamoyo, auch weil wir hier unser Zwischenseminar haben werden, fahren wollten. In Tanga hatten wir bereits ein Hotel gebucht, waehrend unsere Freunde in Morogoro und Dar es Salaam, sowie auf Sansibar nach einer Unterkunft suchen wollten.
Unsere Freunde dass sind Hussein und Jobu, wirklich nette Jungs und super zuverlässig. Letzte Woche saßen Laura und ich dann in unserem kleinen gemütlichen Haus beim Essen, wobei uns dann aufgefallen ist, dass es ja nur noch wenige Tage bis zu unserer Abreise sind, wir aber weder eine Unterkunft iun den Städten haben, noch wissen wo das Hotel in Tanga denn überhaupt liegt. Aber alles kein Problem, denn wir haben bereits den Chrakterzug eines Afrikaners angenommen und haben erst einmal no Hurry verbreitet, sondern ganz ruhig einen Plan überlegt. Nach einem Telefonat mit Hussein und der Frage, ob wir nicht lieber nach Dodoma gehen wollen als nach Morogoro, weil es dort viel schöner ist und er dort Verwandte wohnen hat, haben wir unseren Plan zwei Tage vor der eigentlich Reise noch einmal ein bisschen geändert. Somit war für die erste Unterkunft schon einmal gesorgt. Wir hatten zwar keine Ahnung wo und was das für eine Unterkunft sein wird, aber uns wird schon nichts mehr schocken haben wir uns gedacht. Also ging es ans Tasche packen, wobei da schon das erste Problem auf uns zukam. Was packt man in einen Rucksack für einen vierwöchigen Urlaub, wenn man zwar hofft das das Wetter gut ist, man aber nicht sicher ist. Außerdem ist an Medikamententasche, Taschenlampe, Kerzen (aufgrund immer wieder verschwindenden Elektrizität), Wäscheklammern und Wäscheleine, Waschpulver und Seife (weil man in einen Rucksack einfach nicht genug Klamotten für vier Wochen hinein bekommt), Nähzeug und jede Menge Kangas zu denken. Alles Dinge, die ich in Deutschland nicht unbedingt in meinen Koffer packen würde. Laura meinte auch, was willst du denn mit dem ganzen Zeug???? Die Frage werde ich euch gleich beantworten. Natürlich hat nicht alles in unsere beiden Rucksäcke gepasst, sodass wir uns für zwei weitere aber kleinere Rucksäcke zusätzlich entschieden haben. Ein Rucksack wurde vollgepackt mit Schuhen und der andere mit Essen und Trinken. Also ging es dann los, zwei Mädels mit riesen Rucksäcken vollgestopft bis in alle Ecken, die sie fast nicht tragen können los auf die langersehnte Reise. Erst einmal in die Stadt, von wo wir dann am nächsten Morgen den Bus nach Dodoma nehmen wollten. Bei unseren Freunden angekommen, haben wir dann erst einmal einen Fantakuchen gebacken, damit wir auch nicht verhungern während der Busfahrt. Hussein und Jobu haben sich dann spontan dazu entschieden uns nach Dodoma zu begleiten, auch weil sie dort nach unserer Weiterreise ein Seminar haben werden.
Es hieß unser Bus fährt um 10 Uhr ab. Natürlich afrikanische 10 Uhr, sodass wir dann eine Stunde später endlich abfuhren und nach weiteren 4 Stunden Busfahrt, in einem heißen nach Schweiß stinkenden und zudem mega überfüllten Bus, endlich Dodoma erreichten. Wir schliefen die 3 Nächte bei Paul, ein Verwandter von Hussein, der jetzt auch ein Freund von mir uns Laura geworden ist. Wir waren zwei mal in der Disco, die wirklich nicht mit der von Singida zu vergleichen ist. Es war so toll und super witzig. In der Disco haben wir ein paar Leute kennengelernt, wobei einer von denen aus Tanga kommt. Das kam gerade richtig für mich und Laura, weil unser nächster Punkt unseres Trips Tanga sein sollte. An dem Abend hat sich dann ebenfalls herausgestellt, dass unser Hotel gar nicht in Tanga, sondern in Pangani ist, was noch mal zwei Autostunden von Tanga Town entfernt ist. Demzufolge ging unsere Busfahrt dann am Montag weiter in eine andere Stadt namens Muheza, wo Jo, der Typ aus der Disco uns am Busbahnhof abholte und uns erst einmal in ein Hotel brachte. Die Busfahrt von Dodoma nach Muheza dauerte etwas mehr als 10 Stunden, sodass wir beide ziemlich müde waren. Das Hotel war super günstig, gerade mal 10000 t.s. was umgerechnet ca 3 Euro für zwei Personen sind.  Natürlich kein Luxus, kein fließendes Wasser und der Stromj ging am Abend auch weg, aber dafür kamen gleich mal unsere Kerzen zum Einsatz. Wir sind halt in Afrika.  Der Abend in Muheza war ebenfalls ziemlich schön, wir sind Kuku essen gegangen und danach direkt ins Bett, weil wir bereits am nächsten Morgen weiter nach Pangani wollten. Noch schnell einen Kanga gekauft am nächsten morgen, weil Laura und ich uns gesagt haben, dass wir aus jeder Stadt wo wir hingehen werden einen Kanga haben wollen und dann ging es wieder in den Bus, aber dieses mal nur für zwei Stunden. Diese Busfahrt führte uns mehr oder weniger mitten ducrh den Busch über nicht geteherte Straßen. In Pangani haben wir dann ersteinmal das Infocenter aufgesucht, wo uns dann gesagt wurde, dass unser Hotel noch ein ganzes Stück entfernt sei. Also wieder in den Bus, mit der Fähre über einen Fluss und auf ein Taxi warten, mit dem es dann aber wirklich einen halbe Stunde quer durch den Busch ging, bis wir dann endlich das Beach Crab Hotel in Ushongo Village erreichten. Ein Traum der wahr wird.
Wir hatten im voraus das sogenannte Tendet Camp Zelt gebucht. In diesen befinden sich zwei Betten, natürlich Moskitopnetze, ein kleiner Tisch für die Kleidung, eine Safe Box für Wertsachen (also eine Holzkiste, die man abschließen kann) und ein Warnschild, auf dem steht, dass man kein Essen im Zelt lassen soll aufgrund von Krabbeltieren und AFFEN. Ja genau hier gibt es Affen, die einem vor allem in der Nacht gerne mal wach halten, weil sie um unser Zelt rumhüpfen und laut kreischen und lachen, Laura und ich sind fest davon überzeugt, dass sie uns auslachen. Ich hatte natürlich mega Angst und musste dann auch noch auf die Toilette, die sich in den Sanitäranlagen befindet. Also musste Lauri mit mir zur Toilette,  das war vielleicht gruselig, weil wir ja die ganze Zeit Angst hatten ein Affe könnte uns überfallen .Außerdem gibt es hier am Abend sooooooo viele Krabben, so langsam haben wir verstanden, warum das Hotel Beach Crab Hotel heißt :).  Morgens wacht man mit Meeresrauschen auf, weil das Zelt ca. 100 Meter vom Wasser entfernt ist. Das Zelt ist super schön aber in der Nacht sehr warm. Generell ist es hier an der Küste sehr warm, ich würde sagen 40 Grad oder mehr. Essen gibt es in der Beachbar mit Blick ausf Meer. Der Strand ist ebenfalls ein Traum. Langer Strand, weißer Sand und Laura und ich sind die einzigen beiden  die hier sind. Weit und breit keine Menschenseele.
Und genau hier sind Laura und ich gerade und genießen den zweiten Tag an diesem traumhaften Strand in der Sonne. Wir gammeln den ganzen Tag in der Sonne und machen einfach mal eine Woche gar nichts. Gestern haben wir uns einen ziemlichen Sonnenbrand geholt, obwohl wir uns gut eingecremt haben und eigentlich nur im Schatten gelegen haben, aber die Sonne scheint hier ziemlich aggressiv zu sein. Ich habe solch einen Strand noch nie gesehen und wenn man hier liegt fühlt man sich wie in einem Film. Das Abendessen und das Frühstück sind ebenfalls ein Traum. Die lesen dir hier jeden Wunsch von den Augen ab, ich glaube schon das Laura und ich im Moment Luxusurlaub machen ;)  Gestern sind Laura und ich mit einem Pikipiki (Motorrad) am Strand entlang zu dem kleinen und einzigen Dorf das hier zu finden ist gefahren und haben uns erst einmal mit Wasser versorgt. Wir haben noch eine Woche Zeit das ganze hier zu genießen und dann geht es weiter nach Dar es Salaam, wo wir dann Hussein und Jobu wiedertreffen. Ich hoffe das wird toll.
Das war erst einmal wieder das neuste von mir und Laura.
Ich werde euch bald wieder berrichten wie die Reise weitergeht, aber eines ist sicher, wir erleben gerade ein richtiges Abenteuer.
Ich hab euch lieb, bis bald :-*