Am Dienstag bin ich endlich angekommen im noch weiter entfernten Siuyu. Nach etwa 6 Stunden Autofahrt durch eine Sandpiste im "Nichts" und das Auto vollgepackt bis unter die Decke, ereichten wir endlich unser Ziel. Ein kleines, aber wirklich kleines Dorf. Weit und Breit keine richtiges Straßen und ganz viele Felsen. Die erste Nacht in Siuyu sollte ich in einem Besucherzimmer verbringen, weil es schon dunkel war und das Haus in das ich immer noch nicht eingezogen bin, da kein Moskitonetz vorhanden ist, zu weit weg war. Elain, eine Frau aus Irland, die vielleicht eine Schwester werden möchte, teilte sich mit mir ein Zimmer. Sie ist mitlerweile eine gute Freundin und passt gut auf mich auf. Am nächsten Tag habe ich meine Mitbewohnerin des neuen Hauses kennengelernt, Consolate. Sie ist super lieb und nur ein Jahr älter als ich. Sie unterichtet noch einen Monat in der Schule in Siuyu und geht dann zur Uni. Zusammen gings dann ab ins neue Heim und was mnich da erwartete schockte mich ziemlich. Ich hoffe das mit den Fotos anhängen klappt. Also gibt in dem Haus eine Art Gemeinschaftsraum und drei Schlafzimmer. Durch die Hintertür kommt man dann in eine Art Hinterhof oder Terasse, wo sich 5 weitere Räume befinden. Die Toilette, das "Badezimmer", ein Vorratsraum, die Küche und ein Raum für was auch immer. Mein Zimmer sieht jetzt schon viel wohnlicher aus, aber als ich es zum ersten mal sah war ich wirklich geschockt. Die ersten Tage für mich in Siuyu wqaren nicht einfach, denn es ist noch mal ein großer Unterschied zu Arusha. Ich bin wirklich froh, dass ich Consolate und Elain habe. Eine Schwester sagte zu mir, dass das Haus für die Menschen aus dem Dorf Luxus sei und sie mich deshalb am Dienstag mit ins Dorf nimmt um zu zeigen, was arm eigentlich ist.
Zudem habe ich mir meine Arbeitsstelle angeguckt und habe auch hier noch mal erlebt, was Kulturschock ist. Die Kinder sind glücklich und haben sich gefreut mich zu sehen. Ich mag das Haus und die Kinder, aber es wird nicht einfach. Zudem werde ich wahrscheinlich in einer Grudnschule Englisch unterrichten. Ich denke am Montag gehts los.
Seit gestern sind wir in Singida, der Hauptstadt, die wirklich klein ist. Wir, das sind Consolate und ich. Wir übernachten dieses Wochenende bei ihrer Familie, die wirklich sooooooo toll ist. Ihre Mama ist super süß und die Geschwister richtig höflich. Das Haus liegt an einem kleinen See und ich sitze gerade hier mit Blick auf den See, was sich irgendwie wie Urlaub anfühlt.
Heute waren wir in der Stadt und haben Stoff "Kitengo" für ein afrikanisches Kleid gekauft, was gerade gnäht wird und haben uns nach einem Eimer und einem Messbecher umgeschaut. Ihr wisst für die Dusche=) Und ich habe endlich mal wieder Pommesd gegessen. Also zumindest was die Afrikaner Pommes nennnen, Pommes in Rührei. Super lecker!!!!! Consolates Mama hat extra ein Huhn für mich gekauft, weil ich kein anderes Fleisch esse, also Guten Appetit. Außerdem haben wir ein Ehepaar besucht, von denen Susanne mir erzählte. Sie waren wirklich nett und haben mir angeboten, immer zu kommen wenn ich mal Abstand von den Schwestern brauche. Sie haben immer ein Bett für mich frei=)
In zwei Wochen fahre ich wider nach Arusha, für ein paar Tage um Laura abzuholen. Ich freue mich schon wenn die hier ist=)
Trotz all der neuen Erlebnisse, gibt es immer wieder Momente, wo ich sofort in das Flugzeug nach Hause steigen würde, weil ich euch alle sooooooooooo vermisse.
Bis bald und Kwaheri.