>Ein guter Tag fängt morgens an<

Mittwoch, 6. Juni 2012

Revue Blog


Heute ist der 15.05.2012. Das heißt wir sind bereits mehr als 7 Monate, 28 Wochen, 169 Tage, 4074 Stunden, 282240 Minuten, 16934400 Sekunden von zu hause weg oder kurz gesagt wir haben 3/4 unseres Kuchen Afrika verzehrt. Also wer gut rechnen kann (so wie Lena) weiß wielange wir noch hier sind. Bis zu diesem Zeitpunkt ist uns zumindest einiges bewusst geworden. Manchmal scheint es wohl doch besser zu sein den einen oder anderen Kuchen stehen zu lassen oder doch den wunderbaren Artemesia-tee zu trinken. Wieso werdet ihr gleich sehen. Auch was unsere Freundschaft angeht können wir sagen das sie sich im ständigen Wachstum befindet, also keine oder eher wenige Tiefpunkte zu finden sind. Angefangen hat es damit das der erste Eindruck von uns beiden über den anderen eher negativ war. Laura dachte: " Oh mein Gott, was eine Prinzessin." Während Lena mit den Gedanken bereits in Afrika war und sich überlegte wie sie das Jahr nur mit Laura überstehen soll. Nach nur kurzer Zeit stellte sich für uns beide jedoch heraus, dass es doch gar nicht so schlimm werden kann. Aus Freundinnen sind heute Zwillinge geworden, was man auch am neu entdeckten Sweatshirt-Kleidungsstil mit FlipFlops erkennen kann. Darüber hinaus ist eine lange Liste mit Lena-Laura-Momenten entstanden:
1.       Lena und Laura sitzen im Garten und gucken mit verträumten Blick auf unseren wunderschönen Papaya-Baum. Während sie daran denken, das die eine reife Papaya an der Baumkrone von den Nachbarskindern geklaut werden könnte, springt Laura auf, schnappt sich den Besen und versucht mit dessen Stil die Papaya vom Baum zu schlagen.
2.       Nach etwa 6 Monaten stellt Lena sich zum ersten mal auf die Waage, weil das ganze Dorf ihr mitteilt sie hätte zugenommen und wie schön das doch ist, wobei sie feststellt das es bereits mehr als 5 kg sind. Da Johns Anreise sich nähert wird für etwa 3 Wochen täglich das Bauch- Beine-Po- Programm von Lenas Mama durchgeführt.
3.       Lena und Laura klauen Schokokuchen im Konvent der Schwestern, kochen sich einen ganzen Topf voll Schokopudding und tunken den gesamten Kuchen in den Pudding. Guten Appetiet! (wobei wir nur die hälfte geschafft haben und dachten wir könnten es zum Frühstück nochmal essen, aber leider haben sich die Ameisen darüber hergemacht)
4.       Lena und Laura befinden sich im Bus auf dem Weg nach Tanga, während zwei Reihen vor uns ein Kind anfängt den ganzen Bus vollzukotzen. Eine Frau versucht dem Kind danach das Gesicht am Fenster abzuwaschen, während auf Grund des Windes uns die ganze Scheiße ins Gesicht fliegt!!!
5.       Lena und Laura warten in Singida an der Busstation, dass der Bus nach Arusha endlich abfährt ( wie üblich bereits 45 min Verspätung). Plötzlich fragen wir uns ob wir nocheinmal die Toilette besuchen sollten. Also raus aus dem Bus und zum Klo. Ganz in Ruhe gehen wir danach noch Kekse kaufen. Als Laura anfängt nach dem Bus ausschau zu halten, sieht sie diesen bereits am Ausgang. Also Beine in die Hände und rennen.
6.       Lena und Laura haben eine Massai FlipFlop-Sucht. Mittlerweile sind es: 15 Paar.... Ebenfalls besteht eine Sweatshirt-Sucht. Wir zählen: 19 Paar
7.       Lena und Laura entdecken den schmackhaften Brotaufstrich: Blue Band, Erdnussbutter und Streusel oder Marmelade -> alles übereinander, dabei trinken sie immer eine heiße Tasse schwarzen Tee mit mind. 2 EL voll Zucker.
8.       Lena und Laura leben wie zwei Bären in ihren selbstgebauten Höhlen, d.h. erst Moskitonetz und dann werden dicke Wolldecken oben und an den Seiten heruntergelassen.
9.       Lena und Laura essen von Montags bis Freitags Nudeln mit Soße und Ei. Zur Abwechslung am Wochenende Ugali oder Chips na mayai.
10.   Lena hatte schon 4x Malaria & Laura 5x
11.   Zu empfehlen sind folgende Filme:                                                         Freundschaft Plus (8x gesehen)                                                      Kokowääh (5x)                                                                           Plötzlich Star (5x)
12.   Danke für zahlreiche Pakete bestehend aus:                                   Tütensuppen, Pudding, Streusel oder andere Süßigkeiten und     für Laura zahlreiche Bücher
13.   Lena und Laura tanzen in "sexy" Schlafanzügen singend durchs Haus und machen dabei Fotos und Videos. Während über ihnen die dummen Tiere gegen die Wand fliegen oder zwischendurch riesen Käfer von Laura getötet werden, weil Lena Angst hat.
14.   Lena und Laura waschen sich jedes mal die Finger blutig. Aufgrund dessen wäscht jetzt eine Schülerin von Lena unsere Wäsche.
15.   Lena und Laura warten geschätzte 2 Stunden auf einen DalaDala. Als endlich einer kommt, ist dieser überfüllt. Also letzte Chance oben aufs Dach, zwischen Hühnern, Wasserkanistern und riesen Mehlsäcken.
16.   Ein großer Dank geht an die Freundin von Lauras Mama (Birgit Wagner) die uns mit einer kleinen Aufmerksamkeit, ein Gute Laune Kalender, jeden Tag zum lachen oder sogar weinen bringt. Danke!
17.   Laura macht Lena um halb vier nachts wach, aufgrund von immer stärker werdenden Schulterschmerzen. Lena springt aus dem Bett, ist hellwach und sucht verzweifelt nach einer Lösung. Es werden alle Wolldecken rausgesucht aus denen dann unterschiedliche Liegemöglichkeiten gebaut werden. Das Resultat ist deprimierend. Also schnell Lenas Mama anrufen. Der Tipp: probiert es mit Wärme. Doch was tun wenn man in Afrika in einem Haus sitzt, mitten in der Nacht und nur eine Wärmflasche zur Verfügung hat? Lenas Idee: Handtücher in heißes Wasser tauchen und diese auf Lauras Schultern legen. Nach 1 Stunde und verbrannten Fingern sowie Schultern, nocheinmal der Versuch zu schlafen. Ohne Erfolg. Also Film gucken im Sitzen um 6 Uhr morgens. Tolle Nacht!
18.   Für was Beine rasieren? Es interessiert eh niemanden!
19.   In diesem Jahr hat sich herausgefiltert wer unsere wahren Freunde sind! Wer uns versteht, wem wir wirklich vertrauen können und wer wirklich immer für uns da ist. Wir möchten gerne unseren beiden besten Freundinnen, Terrie und Laura, einen großen Dank aussprechen und euch sagen wie sehr ihr uns ans Herz gewachsen seit. Briefe, sms, Päckchen oder Telefonate, bereiten uns immer wieder eine Freude. Und errinnern uns an die tolle Zeit in Deutschland und alles was noch kommen wird. Danke das es euch gibt.                                                      Die Menschen denen wir eine Stütze sind                                geben uns den Halt im Leben...                                                                                                                                                    Wir haben euch lieb :-*
20.   Ist einer krank, sind beide krank. Das ist wahre Geschwisterliebe.
21.   Da Lena keine Ahnung von First Aid (Erste Hilfe) in Biologie hat, muss die Krankenschwester ran. Unterrichtet wird in einem Mix aus: Kisuaheli, English, Deutsch und Gebärdensprache. Die Klasse ist begeistert.
22.   Lena und Laura unterschätzen scheinbar die Sonnenstärke der afrikanischen Sonne in Tange. Trotz Schatten holen sie sich einen Ganzkörper-Sonnenbrand, welchen sie versuchen am Abend mit der beliebten und einzigen Bepanthen creme zu lindern.
23.   Lena und Laura lernen das afrikanische Klo zu benutzen. Ohne Klopapier und nur mit Wasser.
24.   Lena und Laura übernachten bei einer Freundin und werden nachts von den Ratten im Zimmer geweckt.
25.   Lena und Laura fahren mit dem Bus nach Arusha um John abzuholen. Dieser Bus wurde aber von einer Gruppe Muslimen nur Männern gemietet. Deshalb hieß es für uns 6 Stunden lang, dem schönen Gesang dieser Männer lauschen.
26.   Lena und Laura liegen in Tanga abens im Zelt, während draußen ein starker Sturm mit Hagel aufkommt. Das Zelt hät diesem Regen nicht ganz stand, sodass Lens nass wird (nur die rechte Hälfte). Außerdem kreischen draußen die Affen und springen um unser Zelt herum. Gute Nacht!
27.   Ein weiterer Dank geht an unsere Familien, vor allem an unsere Mütter. Fast tägliche Telefonate geben uns immer Kraft für die darauffolgenden Tage. Auch wenn das ein oder andere mal die Beschwerde kommt :" Heute telefonieren wir aber nicht so lange, sonst wird mir das zu teuer." oder " Jetzt ist aber gut, oder?" Wir werden immer auf den neusten Stand gebracht und erfahren Klatsch und Tratsch aus unserem Dorf. Außerdem glauben wir beide, das die Beziehung viel enger geworden ist, denn es werden Themen besprochen die nie zuvor angesprochen wurden. Und immer liegt der richtige Ratschlag bereit. Es tut so gut, das es euch gibt. Warscheinlich ist uns in diesem Jahr erst wirklich bewusst geworden, welch wichtige Rolle ihr in unserem Leben spielt und immer spielen werdet.                          Wir haben euch ganz doll lieb &                                                   vermissen euch sehr.....

Dienstag, 17. Januar 2012

Safari njema Teil 2

Als ich meinen letzten Blogeintrag verfasste lag ich noch in Pangani am Strand in der Sonne und genoss die Leere and diesem traumhaften paradiesischen Strand, während ich jetzt in Singida in meinem Bett eingemummelt in zwei dicke Wolldecken versuche das kalte Regenwetter zu ignorieren.
Als Abschluss unseres Pangani Strandurlaubes feierten wir am 20.12.2011 ganz spontan in Lauras Geburtstag rein. Dabei ist zu erwähnen, dass dies am Strand mit Gitarrenmusik und Gesang gemacht wurde und danach auf leiser Handymusik und lauten Wellengeräuschen im Hintergrund hemmungslos am Strand getanzt wurde. Wir hatten einen tollen Abend und genossen jede Minute mit unseren neuen Freunden Enock, Yohana und Rama. Am Tag danach gab es für Laura als Überraschung einen großen Schokokuchen, den wir mit den anderen Hotelgästen teilten, weil wir uns den Magen beireits vollgestopft hatten. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von unseren Freunden und hoffen natürlich sie eines Tages wiederzusehen. Am nächsten Morgen, oder eher gesagt in der Nacht ging es dann nach Tanga um von dort einen Bus nach Dar es Salaam zu bekommen. Es ist gar nicht so einfach die restlichen Sachen zu packen, wenn man plötzlich feststellt, dass kein Strom da ist und die einzige Taschenlampe viel zu wenig Licht wirft. Also wurden ersteinmal wieder die Kerzen herausgegraben, sodass auch dieses mal wieder die Kerze zu unserem besten Freund wurde. Ein Leben in Afrika ohne Kerzen ist ein Leben im Dunkeln. In Tanga angekommen fanden wir direkt einen Bus nach Dar es Salaam, sodass es wieder hieß acht Stunden Bus fahren. In Dar es Salaam trafen wir dann unsere Freunde Hussein und Jobu wieder, die uns dann direkt zu einer für Dar es Salaam recht billigen Lodge brachten. Für mich und Laura ist klar, dass Dar es Salaam einfach nur schrecklich ist. Es ist laut, viele Autos, viele Menschen, zu groß und unübersichtlich und es schien ein bisschen einem Labyrint. Gut, dass wir also nicht alleine dort waren. Weihnachten haben wir also in Dar es Salaam verbracht, eigentlich ein schöner Abend, zumindest zu Anfang. Wir gingen Essen in einem guten Restaurant und gingen dann in einen Club. Doch dann die Wende, denn als wir den Club verließen wollte uns ein Mann unsere Hanys stehlen, er besaß ein Messer. Das haben unsere Freunde dann gesehen und Jobu ging zu dem Mann hin und es gab eine kleine Auseinandersetzung. Da die Polizei vor Ort war, kam diese direkt und wir mussten auf die Polizeiwache um den Streit zu schlichten. Am nächsten Tag war dann alles geregelt, aber Weihnachten auf der Polizeiwache zu verbringen hat schon wirklich etwas von einem Film. Generell finde ich Weihnachten in Afrika nicht wirklich schön. Das Wetter passt nicht zum Anlass und es ist wirklich ein komisches Gefühl wenn man bei 40 Grad durch die Stadt läuft und überall Plastikweihnachtsbäume und Dekoration angeboten werden. Der Höhepunkt für mich war der singende Riesenweihnachtsmann mitten in der Stadt. Weihnachten muss es einfach kalt sein, die Weihnachtsbäume müssen echt sein und am besten sollte es draußen schneien, aber nicht wie es hier ist. Zwei Tage nach Weihnachten ging unsere Reise dann wieter nach Sansibar. Mit einem Schnellboot dauert die Überfahrt von Dar es Salaam nach Sansibar etwa zwei Stunden und auch diese Insel kann man als Paradies bezeichnen. Der einzige Unterschied zu Pangani ist, dass man viele Touristen sieht, was für Laura und mich irgendwie ganz komisch war, weil man plötzlich nicht mehr die einziges beiden Weißen ist. Wir haben unsere sechs Tage in Stone Town verbracht und haben in einer Art WG gewohnt. Dies war einfach die günstigere Variante, weil ein Hotelzimmer über Silvester nicht unter 40 Dollar zu bekommen ist und in der WG haben wir für das Zimmer etwa 15 Dollar bezahlt. Zudem hat uns das einen Anschluss an Einheimische gegeben, sodass wir Silvester zusammen mit Jojo, der ebenfalls ein Freund von uns geworden ist, auf eine große Strandparty gegangen sind. Dort trafen sich zum einen die Einheimischen, aber auch viele andere Voluntäre waren dort, ebenfalls trafen wir welche aus Singida dort wieder, mit denen wir den Abend feierten. Silvester direkt am Strand, dass war wirklich etwas besonderes und ist jedem weiter zu empfehlen. Ein toller und lustiger Abend, den ich niemlas vergessen werde. Auf Sansibar gibt es zudem den sogenannten Food Market in  einem kleinen Park direkt am Meer. Jojo brachte uns zu diesem Ort, wo die Einheimischen sobald es dunkel wird ihre Stände aufbauen und an jedem Stand frisches Essen zubereiten. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, angefangen mit der sogenannten Sansibar Pizza, über eine Art Döner, einheimische Köstlichkeiten, Pommes und natürlich jede Menge Fisch und andere Dinge aus dem Meer. Hier verbrachten wir fast jeden Abend, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, dass ich jetzt ein paar Kilo schwerer bin. Aber ich hoffe bis John kommt habe ich die wieder runter. Nach nur wenigen und für mich viel zu kurzen Tagen, mussten wir die schöne Insel aufgrund unseres Zwischenseminars in Bagamoyo wieder verlassen. In Bagamoyo trafen wir bereits bekannte Gesichter aus Deutschland wieder und war wirklich spannend Erfahrungen und Erlebnisse mit den anderen auszutauschen. Hier redeten wir über Themen wie positives und negatives an unseren Stellen, Bezihungen zu anderen Personen und das Verhältnis zu den Schwestern bzw. Brüdern, über Veränderungen die wir in Zukunft noch bewirken wollen und bereits erlernte Sprachtkenntnisse. Ebenfalls unterhielten wir Mädels und intern über Beziehungen, wobei sich herausstellte, dass von etwa acht Beziehungen bis zu diesem Zeitpunkt bereits sechs zerbrochen sind, was mir schon ein bisschen Angst gemacht hat. Aber ich bin da immer noch ganz optimistisch, dass es bei mir uns John gut geht. Nach fünf Tagen Seminar und voller Hoffnung und neuer Energie für die nächsten Monate gingen wir wieder auseinander. In Dar es Salaam trennten Laura und ich uns ebenfalls für wenige Tage, weil ich noch einmal nach Sansibar zurückkehrte, weil ich noch eine Woche hatte bis die Schule wieder öffnete. Demzufolge besuchte ich Freunde auf Sansibar für wenige Tage und kehrte dann nach Singida zurück.
Gestern ging es dann wiedr in die Schule zum Unterrichten. Die neue Form 1 hat für die ersten sechs Wochen jetzt ersteinmal eine Art Einführungsunterricht, damit sie ihr Englisch verbessern können und für die einzelnen Fächer Fachbegriffe auf Englisch lernen können. Für mich ist das einfach nur super, da alles auf Swahili übersetzt wird und ich so mein Swahili verbessern kann. Laura ist heute zum ersten mal in Makiungu und fängt erst einmal auf der Kinderstation an zu arbeiten. Ich bin mal gespannt wie es war. In zwei Monaten kommt John mich besuchen und dann geht es noch einmal auf eine kleine Reise. Ich bin jetzt schon ganz nervös wenn ich daran denke, dass ich ihn bald endlich wieder, zumindest für kurze Zeit in meine Arme schließen kann.
Das war der zweite Teil unserer Reise quer durch Tansania und es war eine tolle Zeit, in der Laura und ich viel erlebten. Bis bald, ich hab euch lieb :-*

Sonntag, 18. Dezember 2011

Safari njema ;)

Wahrscheinlich fragt ihr euch gerade, was bedeutet wohl Safari njema??? Das ist Swahili und bedeutet so viel wie gute Reise. Ich habe diese Überschrieft gewählt, weil ich euch von Lauras und meinem Trip erzählen möchte.
Die letzten Wochen waren mehr oder auch weniger geprägt mit Vorbereitungen für unseren vier wöchigen Trip mitten durch Tansania. Erst mal haben wir beide uns die Frage gestellt, wo soll es eigentlich hingehen und gleich waren Laura und ich uns einig, das Sansibar Anlaufpunkt Nummer eins sein wird. Ebenfalls entschieden wir uns fuer die Ziele Morogoro, Tanga, Dar es Salaam und Bagamoyo. Die Reihenfolge der Ziele hat sich dann im Laufe der Zeit noch mal ein wenig geändert, sodass wir als erstes nach Morogoro, dann nach Tanga, Dar es Salaam, Sansibar und zum Schluss dann nach Bagamoyo, auch weil wir hier unser Zwischenseminar haben werden, fahren wollten. In Tanga hatten wir bereits ein Hotel gebucht, waehrend unsere Freunde in Morogoro und Dar es Salaam, sowie auf Sansibar nach einer Unterkunft suchen wollten.
Unsere Freunde dass sind Hussein und Jobu, wirklich nette Jungs und super zuverlässig. Letzte Woche saßen Laura und ich dann in unserem kleinen gemütlichen Haus beim Essen, wobei uns dann aufgefallen ist, dass es ja nur noch wenige Tage bis zu unserer Abreise sind, wir aber weder eine Unterkunft iun den Städten haben, noch wissen wo das Hotel in Tanga denn überhaupt liegt. Aber alles kein Problem, denn wir haben bereits den Chrakterzug eines Afrikaners angenommen und haben erst einmal no Hurry verbreitet, sondern ganz ruhig einen Plan überlegt. Nach einem Telefonat mit Hussein und der Frage, ob wir nicht lieber nach Dodoma gehen wollen als nach Morogoro, weil es dort viel schöner ist und er dort Verwandte wohnen hat, haben wir unseren Plan zwei Tage vor der eigentlich Reise noch einmal ein bisschen geändert. Somit war für die erste Unterkunft schon einmal gesorgt. Wir hatten zwar keine Ahnung wo und was das für eine Unterkunft sein wird, aber uns wird schon nichts mehr schocken haben wir uns gedacht. Also ging es ans Tasche packen, wobei da schon das erste Problem auf uns zukam. Was packt man in einen Rucksack für einen vierwöchigen Urlaub, wenn man zwar hofft das das Wetter gut ist, man aber nicht sicher ist. Außerdem ist an Medikamententasche, Taschenlampe, Kerzen (aufgrund immer wieder verschwindenden Elektrizität), Wäscheklammern und Wäscheleine, Waschpulver und Seife (weil man in einen Rucksack einfach nicht genug Klamotten für vier Wochen hinein bekommt), Nähzeug und jede Menge Kangas zu denken. Alles Dinge, die ich in Deutschland nicht unbedingt in meinen Koffer packen würde. Laura meinte auch, was willst du denn mit dem ganzen Zeug???? Die Frage werde ich euch gleich beantworten. Natürlich hat nicht alles in unsere beiden Rucksäcke gepasst, sodass wir uns für zwei weitere aber kleinere Rucksäcke zusätzlich entschieden haben. Ein Rucksack wurde vollgepackt mit Schuhen und der andere mit Essen und Trinken. Also ging es dann los, zwei Mädels mit riesen Rucksäcken vollgestopft bis in alle Ecken, die sie fast nicht tragen können los auf die langersehnte Reise. Erst einmal in die Stadt, von wo wir dann am nächsten Morgen den Bus nach Dodoma nehmen wollten. Bei unseren Freunden angekommen, haben wir dann erst einmal einen Fantakuchen gebacken, damit wir auch nicht verhungern während der Busfahrt. Hussein und Jobu haben sich dann spontan dazu entschieden uns nach Dodoma zu begleiten, auch weil sie dort nach unserer Weiterreise ein Seminar haben werden.
Es hieß unser Bus fährt um 10 Uhr ab. Natürlich afrikanische 10 Uhr, sodass wir dann eine Stunde später endlich abfuhren und nach weiteren 4 Stunden Busfahrt, in einem heißen nach Schweiß stinkenden und zudem mega überfüllten Bus, endlich Dodoma erreichten. Wir schliefen die 3 Nächte bei Paul, ein Verwandter von Hussein, der jetzt auch ein Freund von mir uns Laura geworden ist. Wir waren zwei mal in der Disco, die wirklich nicht mit der von Singida zu vergleichen ist. Es war so toll und super witzig. In der Disco haben wir ein paar Leute kennengelernt, wobei einer von denen aus Tanga kommt. Das kam gerade richtig für mich und Laura, weil unser nächster Punkt unseres Trips Tanga sein sollte. An dem Abend hat sich dann ebenfalls herausgestellt, dass unser Hotel gar nicht in Tanga, sondern in Pangani ist, was noch mal zwei Autostunden von Tanga Town entfernt ist. Demzufolge ging unsere Busfahrt dann am Montag weiter in eine andere Stadt namens Muheza, wo Jo, der Typ aus der Disco uns am Busbahnhof abholte und uns erst einmal in ein Hotel brachte. Die Busfahrt von Dodoma nach Muheza dauerte etwas mehr als 10 Stunden, sodass wir beide ziemlich müde waren. Das Hotel war super günstig, gerade mal 10000 t.s. was umgerechnet ca 3 Euro für zwei Personen sind.  Natürlich kein Luxus, kein fließendes Wasser und der Stromj ging am Abend auch weg, aber dafür kamen gleich mal unsere Kerzen zum Einsatz. Wir sind halt in Afrika.  Der Abend in Muheza war ebenfalls ziemlich schön, wir sind Kuku essen gegangen und danach direkt ins Bett, weil wir bereits am nächsten Morgen weiter nach Pangani wollten. Noch schnell einen Kanga gekauft am nächsten morgen, weil Laura und ich uns gesagt haben, dass wir aus jeder Stadt wo wir hingehen werden einen Kanga haben wollen und dann ging es wieder in den Bus, aber dieses mal nur für zwei Stunden. Diese Busfahrt führte uns mehr oder weniger mitten ducrh den Busch über nicht geteherte Straßen. In Pangani haben wir dann ersteinmal das Infocenter aufgesucht, wo uns dann gesagt wurde, dass unser Hotel noch ein ganzes Stück entfernt sei. Also wieder in den Bus, mit der Fähre über einen Fluss und auf ein Taxi warten, mit dem es dann aber wirklich einen halbe Stunde quer durch den Busch ging, bis wir dann endlich das Beach Crab Hotel in Ushongo Village erreichten. Ein Traum der wahr wird.
Wir hatten im voraus das sogenannte Tendet Camp Zelt gebucht. In diesen befinden sich zwei Betten, natürlich Moskitopnetze, ein kleiner Tisch für die Kleidung, eine Safe Box für Wertsachen (also eine Holzkiste, die man abschließen kann) und ein Warnschild, auf dem steht, dass man kein Essen im Zelt lassen soll aufgrund von Krabbeltieren und AFFEN. Ja genau hier gibt es Affen, die einem vor allem in der Nacht gerne mal wach halten, weil sie um unser Zelt rumhüpfen und laut kreischen und lachen, Laura und ich sind fest davon überzeugt, dass sie uns auslachen. Ich hatte natürlich mega Angst und musste dann auch noch auf die Toilette, die sich in den Sanitäranlagen befindet. Also musste Lauri mit mir zur Toilette,  das war vielleicht gruselig, weil wir ja die ganze Zeit Angst hatten ein Affe könnte uns überfallen .Außerdem gibt es hier am Abend sooooooo viele Krabben, so langsam haben wir verstanden, warum das Hotel Beach Crab Hotel heißt :).  Morgens wacht man mit Meeresrauschen auf, weil das Zelt ca. 100 Meter vom Wasser entfernt ist. Das Zelt ist super schön aber in der Nacht sehr warm. Generell ist es hier an der Küste sehr warm, ich würde sagen 40 Grad oder mehr. Essen gibt es in der Beachbar mit Blick ausf Meer. Der Strand ist ebenfalls ein Traum. Langer Strand, weißer Sand und Laura und ich sind die einzigen beiden  die hier sind. Weit und breit keine Menschenseele.
Und genau hier sind Laura und ich gerade und genießen den zweiten Tag an diesem traumhaften Strand in der Sonne. Wir gammeln den ganzen Tag in der Sonne und machen einfach mal eine Woche gar nichts. Gestern haben wir uns einen ziemlichen Sonnenbrand geholt, obwohl wir uns gut eingecremt haben und eigentlich nur im Schatten gelegen haben, aber die Sonne scheint hier ziemlich aggressiv zu sein. Ich habe solch einen Strand noch nie gesehen und wenn man hier liegt fühlt man sich wie in einem Film. Das Abendessen und das Frühstück sind ebenfalls ein Traum. Die lesen dir hier jeden Wunsch von den Augen ab, ich glaube schon das Laura und ich im Moment Luxusurlaub machen ;)  Gestern sind Laura und ich mit einem Pikipiki (Motorrad) am Strand entlang zu dem kleinen und einzigen Dorf das hier zu finden ist gefahren und haben uns erst einmal mit Wasser versorgt. Wir haben noch eine Woche Zeit das ganze hier zu genießen und dann geht es weiter nach Dar es Salaam, wo wir dann Hussein und Jobu wiedertreffen. Ich hoffe das wird toll.
Das war erst einmal wieder das neuste von mir und Laura.
Ich werde euch bald wieder berrichten wie die Reise weitergeht, aber eines ist sicher, wir erleben gerade ein richtiges Abenteuer.
Ich hab euch lieb, bis bald :-*

Samstag, 29. Oktober 2011

Neues vom anderen Ende der Welt!

Seit etwa 2 Wochen wohne ich jetzt schon mit Laura zusammen und ich würde mal sagen es klappt super. Ich habe das, was ich von Conso gelernt habe an sie weitergegeben und wir haben auch schon zusammen ihre Familie in der Stadt besucht. Ich würde sagen, dass wir ziemlich gute Freunde geworden sind.
Letztes Wochenende war ich auf einer afrikanischen Hochzeit von einem guten Freund, der Lehrer an der Pallitti Secondary School ist. Für mich war das die richtige Gelegenheit am wirklich afrikanischen Leben Teil zu nehmen. Es fing damit an, dass man sich in Afrika in der Kirche nicht küsst, was für mich ganz komisch war irgendwie. Dann wartet man auf den Moment und der kommt gar nicht. Die Braut war wunderschön, ein tolles weißes Kleid und toller Haarschmuck. In der Kirche war ein Chor der mit dem Brautpaar in die Kirche hereingetanzt ist. Alle Familienangehörigen tanzten und sangen lautstark mit. Nach der Messe fuhren wir an den See wo auch Consolata wohnt, um Bilder vom Brautpaar zu machen. Auch hier war das Brautpaar im Vordergrund und im Hintergrund tanzten alle Familienangehörigen, sangen und pfiffen. Alles wurde von einem Kameramann aufgenommen. Am Abend fand dann die offizille Feier statt, wo auch viele Freunde des Brautpaares kamen. Diese war wirklich sehr unterschiedlich von einer Feier in Deutschland. Jeder Schritt, wie das Trinken des Champagners, das Essen des Kuchens, das Entgegennehmen der Geschenke oder das Essen vom Buffet wurde genau kommentiert und gefilmt. Das Brautpaar und die Trauzeugen saßen auf einer Bühne, sodass auch jeder sie sehen konnte. Es war wirklich schön mitanzusehen, aber für mich wäre es unvorstellbar meine Hochzeit so zu feiern.
Dieses Wochenende überkam mich dann Malaria und ich hatte Würmer im Bauch, die man hier ganz schnell vom Wasser oder nicht gut genug gekochtem Essen bekommen kann. Ich bekam dann aber Tabletten gegen Malaria und die Würmchen, sodass es mir heute schon viel besser geht. Komisch ist nur die Vorstellung Würmer im Bauch zu haben. Ich habe mir die ganze Zeit vorgestellt was die Würmer wohl gerne Essen und was nicht damit sie ganz schnell weggehen. Also wie die Würmer wohl gucken wenn das Essen auf sie zukommt. Zum Beispiel müssten sie sich doch über Süßigkeiten ziemlich freuen, sodass ich die erst mal nicht mehr gegessen habe und auch jetzt erstmal damit warte bevor die wiederkommen und sich dann noch vermehren, weil es ja gutes Essen gibt. Ich weiß ein bisschen komisch, aber ich hatte halt viel Zeit mir Gedanken zu machen. Gut das Laura die ganze Zeit für mich da war, sonst wäre ich sicherlich noch nicht wieder so fit wie jetzt. Danke=)=)=)
Außerdem haben Laura und ich uns Gedanken über unser Haus gemacht. Jeden Abend setzen wir uns nämlich zusammen in ein Bett unter unser Moskitonetz und quatschen erst einmal über alles mögliche und tauschen uns über unsere Probleme aus, was wirklich gut tut. Auf jedenfall haben wir mal versucht alle Tiere aufzuzählen, die in unserem Haus mit uns Leben und wir sind dazu gekommen, dass es ein ganzer Zoo ist irgendwie. Also gestern wollten wir in meinem Koffer etwas suchen und dann war da ein riesen großes Spinnennest dran, was voller Spinneneier war. Richtig fies. Laura hat das dann, bewaffnet mit Fliegenklatsche und Stock, weggemacht. Wir haben dann direkt mal das ganze Zimmer auf den Kopf gestellt um nach der Spinne zu suchen, was aber leider erfolglos war, sodass die Spinne immer noch mit uns in diesem Haus lebt. Und die Spinnen die mit uns leben sind groß. Dann leben hier jede Menge Ameisen und andere unbekannte Krabbeltiere. Dann Molchartige Gestalten die an der Wand rumlaufen (Ich habe keine Ahnung wie die Dinger heißen) und irgendwelche Raupenähnliche Gestalten. Außerdem Fliegen und vor allem Fruchtfliegen. Und am meisten sind Mücken in unserem Zoo vertreten. Heute morgen hatten wir Vögel in unserem Haus die von ein Zimmer in das andere flogen und auf unserer Toilette ist ein ganzes Vogelnest. Und draußen da leben Schlangen. Mittlerweile gehören diese Tiere einfach zu unserem Haus dazu und ohne sie wäre es auch irgendwie komisch.
Das war erst einmal wieder das Neuste von mir=)
Bis bald

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Für Terrie=)

Auf Wunsch meiner lieben Cousine Terrie, oder eher gesagt nach einer Beschwerde das ich meinen Blog ja ziemlich vernachlässigen würde, habe ich mir gedacht, dass ich euch von meinen neues Erlebnissen mal besser erzählen sollte, bevor ich noch mehr Drohungen erhalte.
Ich habe jetzt bereits meine erste Arbeitswoche hinter mir. Jeden Morgen unterrichte ich meinen zwei Klassen in der Primary School Englisch. Die Schule ist toll und die Kinder sind super süß. In beiden Klassen sind mehr als 70 Kinder, was in Deutschland nicht denkbar wäre, was dazu führt das der Unterricht nicht immer ganz leise verläuft. Nach dem Unterricht bereite ich meistens den Unterricht für den nächsten Tag vor und dann mach ich ert einmal eine Pause und esse zu Mittag. Hier in Tansania ist nämlich alles "Polepole", was so viel wie langsam bedeutet. Das ist auch der Grund wieso ich erst seit einer Woche arbeite. Ich sollte mich erst einmal ausruhen und sowieso nach jeder Aktivität der man nachgeht sollte man sich erst einmal ausruhen. Nach dem Mittagessen unterrichte ich zwei bis drei mal die Woche einer Gruppe von acht Frauen aus dem Dorf Englisch. Und danach arbeite ich mit den behinderten Kindern. In dem Heim sind um die 60 Kinder mit unterschiedlichen Krankheiten. Die einen sind psychisch und die anderen physisch krank. Am Anfang war es nicht so einfach für mich mit den Kindern zu arbeiten, aber ich erkenne einfach wie glücklich die Kinder sind, was mir die Arbeit sehr erleichtert. Ich dachte als ich in Arusha ankam, ich hätte einen Kulturschock , aber als ich nach Singida kam hatte ich einen Kulturschock und als ich in das Hiem für die behinderten Kinder kam hatte ich meinen dritten Kulturschock. Aber so langsam kann ich damit ganz gut umgehen.
Ich habe die ersten zwei Wochen in Singida mit Consolata zusammen gewohnt, wie ich euch ja bereits erzählt habe und sie hat mir das Leben in Singida ziemlich erleichtert. Wir sind gute Freunde geworden. Sie hat mir gezeigt wie man mit Hnd wäscht, wie ich zu kochen habe oder welche Dinge ich in "Siuyu Town" kaufen kann oder auch nicht. Zusammen waren wir ziemlich oft in einem kleinen "Restaurant" in Siuyu essen (das Restaurant ist in Deustchland eher mit einer Hinterhofküche zu vergleichen, aber was die dort kochen ist echt warnsinnig lecker =)). Außerdem waren wir in Singida auf dem Markt, wo es einen Stand gibt, wo die Kleidung zum super billig Preis versteigert wird. Seit einer Woche ist sie jetzt ausgezogen und Got sei Dank bin ich direkt nach Arusha gefahren um Laura abzuholen, denn ich hätte mich in unserem Haus ziemlich alleine gefühlt. Der Abschied war auch nicht so einfach, aber wir haben eine kleine Abschiedfeier im ganz kleinen Kreis gemacht, die wirklich witzig war.
Letzten Mittwoch haben wir dann Laura vom Flughafen abgeholt. Ich glaube auch sie hat sich jetzt so langsam eingelebt. Diese Woche habe ich dann auch direkt noch einmal Steve getroffen, den Pallottiner Bruder und wir hatten wirklich einen schönen Tag. Ich war in Tengoro auf dem Markt und hab da direkt mal richtig zugeschlagen. Alles Second-Hand-Kleidung, aber das sieht ja keiner. Ich habe drei Röcke und zwei paar Schuhe zu umgerechnet 10 Euro gekauft. Überall wird man mit "Mzungu" angesprochen, was so viel wie die Weiße bedeutet (Ich hasse dieses Wort -_-).
Gestern wurde ich von einem Taschendieb überfallen. Wir waren in der Stadt als plötzlich ein Mann von hinten kam und an dem Bnd von meiner Tasche so heftig zog, dass ich hingefallen bin. Steve ist richtig ausgerastet und ist dem hinter her. Mir ist Nichts passiert udn mir wurde Gott sei dank auch nichts gestohlen, aber das hat mich ziemlich geschockt und das näcshte mal werde ich auf Mamas Ratschäge hören und lieber mit keiner Tasche oder eben einer Bauchtasche in die Stadt gehen. Aber wer nicht höres will muss eben fühlen.
Elaine wird nicht mit zurück nach Singida gehen, was ich auch ziemlich schade finde, aber ihr hat es dort einfach nicht gefallen. Morgen geht es dann zurück nach Siuyu in the MIDDEL OF NOWHERE. Aber ich freue mich meine beiden Klassen wieder zu sehen und die Kinder von Father Tom.
(Bilder kommen morgen ;)  )
Das war erst einmal das neuste von mir. Bis bald und Küsse aus der Ferne=)
 

Samstag, 10. September 2011

Siuyu: "Endlich angekommen"

Am Dienstag bin ich endlich angekommen im noch weiter entfernten Siuyu. Nach etwa 6 Stunden Autofahrt durch eine Sandpiste im "Nichts" und das Auto vollgepackt bis unter die Decke, ereichten wir endlich unser Ziel. Ein kleines, aber wirklich kleines Dorf. Weit und Breit keine richtiges Straßen und ganz viele Felsen. Die erste Nacht in Siuyu sollte ich in einem Besucherzimmer verbringen, weil es schon dunkel war und das Haus in das ich immer noch nicht eingezogen bin, da kein Moskitonetz vorhanden ist, zu weit weg war. Elain, eine Frau aus Irland, die vielleicht eine Schwester werden möchte, teilte sich mit mir ein Zimmer. Sie ist mitlerweile eine gute Freundin und passt gut auf mich auf. Am nächsten Tag habe ich meine Mitbewohnerin des neuen Hauses kennengelernt, Consolate. Sie ist super lieb und nur ein Jahr älter als ich. Sie unterichtet noch einen Monat in der Schule in Siuyu und geht dann zur Uni. Zusammen gings dann ab ins neue Heim und was mnich da erwartete schockte mich ziemlich. Ich hoffe das mit den Fotos anhängen klappt. Also gibt in dem Haus eine Art Gemeinschaftsraum und drei Schlafzimmer. Durch die Hintertür kommt man dann in eine Art Hinterhof oder Terasse, wo sich 5 weitere Räume befinden. Die Toilette, das "Badezimmer", ein Vorratsraum, die Küche und ein Raum für was auch immer. Mein Zimmer sieht jetzt schon viel wohnlicher aus, aber als ich es zum ersten mal sah war ich wirklich geschockt. Die ersten Tage für mich in Siuyu wqaren nicht einfach, denn es ist noch mal ein großer Unterschied zu Arusha. Ich bin wirklich froh, dass ich Consolate und Elain habe. Eine Schwester sagte zu mir, dass das Haus für die Menschen aus dem Dorf Luxus sei und sie mich deshalb am Dienstag mit ins Dorf nimmt um zu zeigen, was arm eigentlich ist.
Zudem habe ich mir meine Arbeitsstelle angeguckt und habe auch hier noch mal erlebt, was Kulturschock ist. Die Kinder sind glücklich und haben sich gefreut mich zu sehen. Ich mag das Haus und die Kinder, aber es wird nicht einfach. Zudem werde ich wahrscheinlich in einer Grudnschule Englisch unterrichten. Ich denke am Montag gehts los.
Seit gestern sind wir in Singida, der Hauptstadt, die wirklich klein ist. Wir, das sind Consolate und ich. Wir übernachten dieses Wochenende bei ihrer Familie, die wirklich sooooooo toll ist. Ihre Mama ist super süß und die Geschwister richtig höflich. Das Haus liegt an einem kleinen See und ich sitze gerade hier mit Blick auf den See, was sich irgendwie wie Urlaub anfühlt.
Heute waren wir in der Stadt und haben Stoff "Kitengo" für ein afrikanisches Kleid gekauft, was gerade gnäht wird und haben uns nach einem Eimer und einem Messbecher umgeschaut. Ihr wisst für die Dusche=) Und ich habe endlich mal wieder Pommesd gegessen. Also zumindest was die Afrikaner Pommes nennnen, Pommes in Rührei. Super lecker!!!!! Consolates Mama hat extra ein Huhn für mich gekauft, weil ich kein anderes Fleisch esse, also Guten Appetit. Außerdem haben wir ein Ehepaar besucht, von denen  Susanne mir erzählte. Sie waren wirklich nett und haben mir angeboten, immer zu kommen wenn ich mal Abstand von den Schwestern brauche. Sie haben immer ein Bett für mich frei=)
In zwei Wochen fahre ich wider nach Arusha, für ein paar Tage um Laura abzuholen. Ich freue mich schon wenn die hier ist=)
Trotz all der neuen Erlebnisse, gibt es immer wieder Momente, wo ich sofort in das Flugzeug nach Hause steigen würde, weil ich euch alle sooooooooooo vermisse.
Bis bald und Kwaheri.










                                                 
                                             







Freitag, 2. September 2011

Habari=)

Habari =)
Jetzt bin ich schon seit einer Woche im fernen Land Tansania und ich weiß gar nicht so genau, ob ich schon richtig angekommen bin.
Am letzten Donnerstag haben mich die Schwestern aus Arusha abgeholt, wo ich bis jetzt immer noch bin. Auf dem Weg vom Flughafen hierher sind mir viele Dinge durch den Kopf gegangen. Einerseits war ich beeindruckt von der Landschaft und auf der anderen Seite wurde mir zum ersten mal bewusst, dass ein Jahr doch sehr lang sein kann. Das zog sich auch ducrh die ersten Tage. Am ersten Tag hatten wir weder Wasser noch Strom. Mit ein paar Eimern ging es dann zum nächst besten "Brunnen" um Wasser zu holen. Ich lernte direkt den afrikanischen Haushalt kennen und kann mit dem Problem keinen Strom zu haben jetzt schon gut umgehen. In Deutschland würden die Menschen durchdrehen, während die Afrikaner das irgendwie total gelassen nehmen. Das Problem war, dass ich die folgenden zwei Tage gar nichts zu tun hatte und auch nicht wirklich gefragt habe ob wir was machen können und ich somit viel Zeit nachzudenken, also an zu Hause zu denken, an John zu denken. Steve, ein Pallottiner Bruder, tröstete mich und gab mir irgendwie Kraft und lenkte mich ab. Sodass ich nun ziemlich glücklich bin.
Am Monatg war ich dann zum ersten mal in der Stadt. Wir warteten über 2 Stunden auf den "Driver", was mir zeigte wie geduldig die Afrikaner doch sind. Ich fragte mich die ganze Zeit wieso brauchen die einen Driver, wenn sie doch selbst fahren können. In der Stadt angekommen wusste ich wieso. Der Verkehr ist unglaublich. So viele Autos, kaum Ampeln, dauerhaftes überholen und jeder fährt nach seinen eigenen Regeln. Aber scheinbar ist das in Arika so.
Am Mittwoch war ich dann in Moshi, eine der Pallottiner Schwestern besuchen. Wir haben vor der Tür auf sei gewartet und Schwups wurden wir hereingebeten und uns wurde etwas zu Essen und zu Trinken angeboten, obwohl wir die Frau nicht kannten. Das nenne ich mal Gastfreundschaft. In der Stadt findet man überall kleine Markststände, die Second Hand Ware verkaufen, und das gar nicht mal so billig.
Heute morgen haben wir Sister Mary vom Flughafen abgeholt, die Schwester mit der ich nach Siuyu fahre. Ich hoffe das die Reise bald wieter geht und ferue mich jetzt schon euch von meinem Abenteuer zu erzählen. Ich glaube ich komme so langsam an.
Bis bald =)
PS: Danke Ingo für die schöne Karte. Ich habe dich auch gaaaaaaaaaanz doll lieb=)